Wo Vorbilder trainiert werden

Milo José Antonio Quiroz Valdés und Niklas Albrecht haben die Tennisakademie für Plön, Kiel, Norderstedt und Eutin auf die Beine gestellt.

Imke Schröder – KN-Online

Von Chile über die USA und etliche Grand-Slam-Turniere nach Plön: Die Laufbahn von Milo Jose Antonio Quiroz Valdés ging eher ungewöhnliche Bahnen. Aber sie führte dazu, dass er gemeinsam mit Niklas Albrecht die Tennisakademie Antonio Valdés eröffnete, die jetzt verstärkt Profis ausbilden will.

Als der Chilene Marcelo Rios sich zur Nummer eins der Tenniswelt kämpfte, wurde Milo Quiroz mit dem Tennis-Virus infiziert. Er fing an, so gut Tennis zu spielen, dass er ein College-Stipendium in den USA ergattern konnte. Eine Erfahrung, die er seinen Schützlingen aus Schleswig-Holstein weitergeben möchte. „Wir bilden talentierte Jugendliche jeden Tag aus, damit sie am Ende in die USA gehen und dort mit einem College-Stipendium trainieren können. Und durch meine Arbeit dort habe ich Kontakte in alle Sparten, selbst zum Bowling. Zu uns kann jeder kommen, der Interesse an einem sportlichen College-Stipendium hat“, erklärt der 35-Jährige.

Um Kontakte zu halten, ist er jedes Jahr selbst in den USA vor Ort. Denn nach seinem Abschluss trainierte er College-Teams, Top-Spieler bei den Grand-Slam-Turnieren und betreute das amerikanische Davis-Cup-Team mit. Doch dann verschlug es ihn 2015 der Liebe wegen nach Plön, wo er heute noch lebt.

Über Freunde seiner damaligen Freundin lernte er Niklas Albrecht kennen. Der spielte beim TSG Glashütte in Norderstedt. Die Liebe zerbrach, aber die Freundschaft der beiden Teamkollegen blieb bestehen. Und so entwickelte sich die Idee, neben Privatstunden beim TSV Plön eine gemeinsame Tennisakademie aufzubauen. 2016 starteten sie gemeinsam mit dem TSV Plön, mittlerweile haben sie ebenfalls die Tennissparten des Ellerbeker TV in Kiel und des TSG Glashütte in Norderstedt.
Training mit System

Angehende Profi-Vorbilder werden jetzt hauptsächlich in Kiel in der Tennishalle des Ellerbeker TV und beim A-K-tiv in Eutin trainiert. „Wir wollten ein System entwickeln, mit dem jeder Sportler jederzeit arbeiten kann, egal, in welchem Standort er mit welchem Trainer trainiert“, sagt Niklas Albrecht. 40 Wochen im Jahr, 15 Stunden in der Woche für gut 10000 Euro. Am Ende soll mindestens das College-Stipendium stehen.

Der Breitensportbereich ist ein weiteres Standbein der beiden Tennis-Trainer. Die Stunden kosten hier von 35 bis 60 Euro – je nach Qualifikation der Trainer und eigenem Anspruch. “Mittlerweile finden Spieler aus Skandinavien, England und den Niederlanden bis zu uns – das macht einen natürlich schon stolz“, erklärt Albrecht. Der gebürtige Hamburger kam über seinen Onkel zum Tennissport, der regelmäßig Tennisturniere auf Mallorca organisiert. „Und mein großes Vorbild war Thommy Haas, so wollte ich auch sein“, sagt der 32-Jährige lachend. Und wer weiß, vielleicht kommt das nächste große Vorbild ja aus der Kaderschmiede der Antonio-Valdés-Akademie.

Eine erste Probestunde ist kostenlos, weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.antoniovaldesakademie.com

Quelle: Text und Bild Imke Schröder – KN-Online

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